Die Überraschung im Süden

08.08.2017 06:59

Kennt ihr das Gefühl, ihr müsst mal neue Gewässer erkunden? In den letzten Jahren habe ich viele Gewässer bis zu 30 Hektar erkunden können. Darunter war ich zu 80% nur an meinen Heimatgewässern unterwegs. Mein Ziel war es, eigentlich so gut es geht, jeden Fisch einmal persönlich kennenzulernen. Aber was mir ganz wichtig ist, zu verstehen wie und wo sich Fische bei unterschiedlichen Temperaturen aufhalten und deren Fressverhalten bei schwankenden Luftdruck zu studieren. Aber dazu später mehr...

Die Herausforderung

In den letzten Monaten plante ich eine Tour in den Süden. Ein Gewässer, welches ich nicht kannte, aber es mir so richtig schwer machen sollte die Fische zu entlocken. Gedacht hatte ich da an Hindernisse wie zum Beispiel Totholz und viel kraut, wo ich die Fische mit mühe und viel Arbeit entlocken musste. So setzte ich mich mit einen Bekannten aus den Niederlanden zusammen, der die Gewässer in Frankreich besser kennt wie kein anderer. Von der Schwierigkeitsskala von 1-5 suchte ich mir die Stufe 4 aus. Natürlich fahre ich nicht 1000 Kilometer ohne mich etwas darüber zu informieren.

Nur eine Sache machte mich sehr nachdenklich...

Ein See mit vielen Hindernissen wo man keine geflochtene Schnur und Schlagschnur benutzen durfte, verdrehte mir wortwörtlich die Augen... Ein See, den ich nicht kannte, aber trotzdem mir die Herausforderung stellte. Gemeinsam mit zwei Kollegen, die sich das ebenfalls nicht entgehen lassen wollten, machten wir uns auf zu den rund 1000 Kilometer entfernten See und stellten uns der Herausforderung!

Am Ziel angekommen

Glasklares Wasser, Totholz und jede Menge Kraut soweit das Auge reicht! Vielleicht habe ich mir doch etwas Zuviel zugetraut? Nichtsdestotrotz machten wir uns fertig und fingen an die Fische zu suchen. Bei brennender Sonne und 30 grad im Schatten, dauerte es nicht lange bis wir die ersten Silhouetten an der Oberfläche sichten konnten. So machten wir unsere Boote startklar und machten uns auf die Suche nach einen Platz, von wo aus wir die gewählten Spot's am besten ansteuern konnten.

Wetterwechsel

Nachdem wir die Köder in kleinen Fresslöchern von ca 1,5m x 1,5m zwischen den ganzen Krautfeldern platzieren konnten, gab es plötzlich ein Wetterwechsel und wir wurden von einem Unwetter überrascht. So ging es dann drei Tage weiter. Nicht ein Kontakt konnten wir mit den Fischen herstellen. Alle paar Stunden haben wir unsere Spot's kontrolliert, ob da gefressen wurde. Sie haben die Murmeln nicht einmal angerührt... Zum Ausgleich haben wir ein paar Stellen mehr angesteuert und diese etwas mit futter gefüllt, um zu sehen, ob die Fische wenigstens dort fressen. Vergebens... 4 Tage mussten wir ohne unseren Zielfisch zufrieden geben. Wir haben schon so manches probiert die Fische zum fressen zu verführen. Aber wenn Sie nicht wollen, wird da keiner was gegen machen können.

Erster Kontakt zum Zielfisch!

Am 5ten Tag wendete sich plötzlich das Blatt. Wir bekamen endlich den ersten Kontakt mit unseren Zielfisch, welchen ich dann leider im dichten Kraut verloren habe. Ich blühte wieder auf und wusste jetzt, dass die Fische nach dem Unwetter fressen! Keine Stunde später nachdem ich den ersten Fisch verloren habe, bekam ich den 2ten Fisch an die Leine. "Was ein starker Drill" habe ich mir noch leise zugeflüstert. Er kam kurz an die Oberfläche und zog direkt ins nächste dichte Krautfeld!

Wie verhext...

Ich hatte plötzlich kein Kontakt mehr zum Fisch. Zog ein ganzen Bündel Kraut aus dem Wasser und das ohne Fisch. Auf dem Weg zum Ufer, als plötzlich meine Kollegen Matthias und Philipp zeitgleich einem Doppel-Run bekamen. Und auch die beiden haben deren Fische im dichten Kraut Verloren. Es ist doch verhext hier, schrie ich laut auf und warf meine Rute in ein Dornenbusch! Nicht weil wir schon genug Pech hatten, bekamen wir zum Abend das nächste Unwetter. Ein dicker Regenschauer, der die halbe Nacht über unsere Zelte hinweg zog.

Das Glück war doch noch an meiner Seite

Wie aus aller Wolken ertönte ein lauter Ton von meinem Bissanzeiger. Ich eilte so schnell ich konnte zu meiner Rute, schlug an und wusste, es ist etwas ganz großes! Es war der Köder der direkt vom Totholz lag. Matthias kam mir zu Hilfe und ohne viel Zeit zu verlieren sprangen wir ins Boot und ruderten den Fisch entgegen. Nach 45 Minuten hartem Drill kam dann endlich mein Fisch zum Vorschein. Aber was war passiert? Es war nicht mein Zielfisch. Erst wo ich es gesehen habe zitterten mir vor Aufregung die Knie.

Mein erster "Wels" und dann so eine Bombe. Was ein super Beifang!

Und jetzt zum obersten Text zurück zukommen. Es gibt Tage, da wollen die Fische nicht fressen. Es gibt Tage da wollen die Fische nicht gefangen werden. Aber das ist nun mal Angeln!

Liebe Grüße, euer Albert

http://carp-cracker.de/SPICY-TUNA-Boilies-mit-Thunfisch-und-Chili-25Kg


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