Futterplatzangeln im Frühjahr

01.05.2020 19:42

Viele von uns bevorzugen im zeitigen Frühjahr die mobile Angelei. Auch ich bleibe gerne situationsbedingt dieser Linie treu. Wer fische findet, diese mit auffälligen Ködern beangelt, wird auch schnell erfolgreich sein.

Ganz anders sieht es mit der Futterplatzangelei zu dieser Jahreszeit aus. Das passende Gewässer, die richtige Futterstrategie und nicht zuletzt der vorhandene Fischbestand können über Sieg und Niederlage entscheiden.

Mein Entschluss, in diesem noch jungen Jahr über Futter an die Fische zu kommen, war gefasst. Die Gewässerwahl fiel auf einen relativ überschaubaren und strukturarmen See mit gutem Fischbestand.

Mit einer maximalen Tiefe von 3m hielt ich das Gewässer perfekt für mein Vorhaben.

Es war Anfang März, die ersten wärmeren Sonnenstrahlen durchbrachen die kahle Einöde der Vegetation. Der Frühling schien zum Greifen nah, doch der Schein trügt.

Erholt sich die Unterwasserwelt doch deutlich langsamer von der kalten Jahreszeit.

Meine Spotwahl gestaltete dich daher relativ einfach, ein windgeschützter Bereich in der ich die Maximaltiefe des Sees befischen konnte erschien mir absolut passend um meine Kampagne zu starten.

Um die trägen Fische bei den noch sehr niedrigen Wassertemperaturen bei Laune zu halten, entschied ich mich, sehr regelmäßig Kleinstmengen hochattraktives Futter einzubringen. Dieses bestand im großen und ganzen aus kleinen Pellets, 14mm und halbierten 18mm Mighty Mussel Boilies. Um ein Höchstmaß an Attraktivität zu erreichen, wurde die Futtermischung mit dem passenden Liquid benetzt und danach mit unserem neuen Stickmix ummantelt. Durch seine feine Struktur ist er geradezu prädestiniert dafür.

Ich entschloss mich also alle zwei Tage, je nach Wetterlage eine Menge zwischen 0,5 und 1 Kg in diesem Areal zu verteilen. Klasse statt Masse und pedantische Regemäßigkeit des Futtereintrags sind, bzw. kann ich es schon vorwegnehmen, waren der Schlüssel zum Erfolg.

Meine Angelei beschränkte sich in dieser Zeit zumeist auf die frühen Morgen oder Abendstunden.

Eine durchschnittliche Angeldauer von 5-6 Std., im besten Fall zweimal die Woche, ließen die Fische vertrauensvoll fressen.

Meine Taktik war klar, ich fischte beide Ruten unweit voneinander entfernt, jedoch mit völlig verschiedenen Hakenködern. Zur Linken kam also ein einfacher 14mm Bodenköder zum Einsatz, welcher mit einem kleinen PVA Stick auf sich aufmerksam machen sollte. Als Zubrot eine Hand voll Boilies. Zur Rechten kam am bewährten Ronnie-Rig ein auffällig leuchtender Spicy Tuna Pop-Up in der Farbe pink zum Einsatz, ganz ohne jegliches Beifutter.

Ich fing mit dieser Vorgehensweise sehr regelmäßig Fische und konnte sogar feststellen das der auffällige Köder oftmals am frühen Morgen die ersten Bisse brachte, bevor dann im weiteren Verlauf der Sessions jedoch der dunklere Bodenköder Objekt der Begierde war.

Durch regelmäßiges füttern hielt ich den Futterplatz aktiv. Die geringe Angelzeit weckte kein Misstrauen und zog so dauerhaft Fische auf den Spot. Mein Plan ging voll auf.

Alles in allem war ich mit dieser Frühjahrskampagne sehr zufrieden und legte mir mit insgesamt 9 Fischen in knapp 3 Wochen den Grundstein für eine erfolgreiche Saison.

So darf es gerne weitergehen,

TL Roland


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